Christian Kerns Plan A und die Wirkung von Sonntagsreden

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Mag. Kern!

Mit Erstaunen muss ich feststellen, dass Ihnen die österreichischen Medienvertreter ein weiteres Mal auf den Leim gegangen sind. Ihr erster Marketinggag aus Anlass Ihres Amtsantrittes im Mai 2016 war der sogenannte „New Deal“ in der Politik. Dieses aus den USA entlehnte Schlagwort hat sich relativ schnell abgenutzt, da sich – wie so oft hinter Schlagworten – nur heiße Luft wieder findet. Nun ist es also der „Plan A“, den sie in die politische Arena werfen und sich eine staunende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher zu Recht fragt, wann denn auf die schönen Worte doch endlich Taten folgen. Ich halte Ihnen zu Gute: Sie sind ein exzellent trainierter und talentierter PR-Mann, der in der Inszenierung des „Obamas für Arme“ versucht, Menschen an der Nase herumzuführen. Nicht mehr und nicht weniger! Das ist aber zu wenig, um verantwortungsvoller Regierungschef eines Landes zu sein! Und es gibt weitere tiefgreifende Unterschiede zwischen Ihnen und Obama. Der scheidende US-Präsident ist ein Charismatiker, Sie versprühen den jugendlichen Charme eines lebenslangen Verstaatlichtenmanagers. Barack Obama hat sich Zeit seines Lebens nichts zu Schulden kommen lassen, Ihr hinterlassener Schuldenberg in der ÖBB ist höher als der Dachstein. Aber der entscheidende Unterschied ist: Obama wurde als Staats- und Regierungschef gewählt, Sie nicht! Um aber gewählt zu werden, empfehle ich Ihnen die rasche Umsetzung Ihrer Vorschläge.

Mit besten Grüßen

Gerald Grosz

Ps.: Bei allen vermuteten ideologischen Unterschieden würde ich mich freuen, wenn Sie Ihre Vorschläge zum Wohle unseres Landes umsetzen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *