Der Eurofighter U-Ausschuss hat nur Vorteile!

16 Jahre nach dem Ankauf des Eurofighter, wird also der zweite parlamentarische Untersuchungsausschuss eingesetzt. Ich finde, dies hat nur Vorteile:

1.       Peter Pilz, GrünInnen-Mandatar seit 1986, hat sich damit auch für die nächste Legislaturperiode pragmatisiert. Das Match Glawischnig gegen Pilz hat der alte Fuchs für sich entschieden. Er wird auch dann noch immer dem Nationalrat angehören, wenn Glawischnig verhärmt über ihr politisches Ableben sinniert.

2.       Die SPÖ kann sich freuen, ihr ist ein Coup gelungen. Auf Basis der bereits seit Jahren aufliegenden Erkenntnisse kann sie die nächsten Monate und vielleicht auch Jahre frisch und fröhlich vor Schwarz/Blau warnen. Langsam ist den Genossen angesichts ihrer eigenen Fehlleistung in der Bundesregierung das Munitionszeug gegen diese ungeliebte Koalitionsvariante ausgegangen.

3.       Die ständig im Verdacht des Schmiergelds stehenden Alt-Politiker können sich freuen. Nachdem dieser U-Ausschuss von der Qualität her selbst das berühmt berüchtigte Hornberger-Schießen unterbieten wird, haben sie nichts zu befürchten. Wie gesagt: auch Doskozil wird am Ende des Tages unter lautem Gelächter der Journalisten eingestehen müssen, dass der „rauchende Colt“ nach 16 Jahren ziemlich verrostet ist.

4.       Die Journalisten können sich freuen: Das drohende Sommerloch des Jahres 2017 ist schon jetzt gestopft! Vielleicht schafft Pilz auch für 2018 eine geeignete Beschäftigungstherapie!

5.       Die Bundesregierung frohlockt: Endlich bemerkt in unserem Land kein Mensch mehr den Stillstand. Rot und Schwarz können ungeniert weiterhin in der Pendeluhr pfeifen oder streiten. Der Fokus wird sich auf den vor 16 Jahren stattgefundenen Ankauf richten. Denn: warum in die Zukunft blicken, wenn die Vergangenheit so schön ist.

Alles nur Sieger, oder? Bis auf die österreichischen Steuerzahler, die dieses parlamentarische Treiben und den damit einhergehenden Stillstand der Tagespolitik finanzieren müssen. Tu felix Austria!

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