Die Verlogenheit Österreichs im Umgang mit den dunklen Schatten der Geschichte!

Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Hitlers Geburtshaus im oberösterreichischen Braunau steht daher im Widerspruch zur Haltung der österreichischen Bundesregierung. Genau in diesem Sinne soll daher Hitlers Geburtshaus abgerissen werden, anstatt dort dem bayrischem Vorbild – man denke an das vielbeachtete Dokumentationszentrum am Obersalzberg – zu folgen. Gerade das Geburtshaus des deutschen Diktators österreichischer Provenienz wäre der geeignete Ort, die Entwicklung und die Gräueltaten des Nationalsozialismus zu zeigen. Nicht der Abriss Hitlers Geburtshaus „entweiht die Pilgerstätte“, vielmehr würde die Nutzung als Mahn- und Denkmal gegen Diktatur, Gewalt und Krieg den Ewiggestrigen die Stirn bieten. Übrigens: Nicht Hitlers Geburt hat die Welt an den Rand des Abgrunds gebracht, sondern die vielen hunderttausenden Menschen am Heldenplatz, welche frohlockend ihr „Heil Hitler“ geschrien haben. Daher wäre der Menschheit mit der Schleifung des Heldenplatzes schon allein aus historischer Sicht mehr gedient. Aber die Linie der Regierung und des Parlaments ist klar: Hitler war deutscher Diktator und seine Spuren in Österreich werden genauso getilgt, wie Hitler selbst seine österreichischen Familienspuren tilgen wollte. Somit befinden sich die Entscheidungsträger – aus Dummheit oder gewollt – genau auf „Führerlinie“.

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