Obamas Bilanz: Bemüht und durchwachsen

Mit heutigem Tag endet die Amtszeit von Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Ich stehe dazu und wiederhole meine in der Kronen Zeitung am 24.1.2009 gegebenen Worte: „Der US-Präsident ist eine großartige Persönlichkeit. Barack Obama steht für die Hoffnung, für den Aufbruch und die Demokratie.“

Ich bin überzeugt davon, dass sich seine Präsidentschaft nahtlos hinter die von J.F. Kennedy in der Geschichte der USA einreihen wird. Aber: Wo viel Licht auch viel Schatten! Außenpolitisch war diese Präsidentschaft eine Katastrophe für den Nahen Osten und Europa. Obama hat die jahrzehntelange Tradition der amerikanischen Außenpolitik leider nahtlos fortgesetzt. Mit der Destabilisierung des Nahen Ostens im Zuge des von der USA finanzierten „Arabischen Frühlings“ und der Anti-Russland-Politik hat die USA eine weltweite Destabilisierung ausgelöst. Das sollte bei der historischen Einreihung des großen Charismatikers Obama nicht vergessen werden. Auch der Kampf gegen den weltweiten Terrorismus war wenig effektiv. Innenpolitisch war die Präsidentschaft hingegen ein Segen: Die Weltwirtschaftskrise 2008 haben die Amerikaner besser überwunden als manch andere Kontinente und das sich die USA erstmals um ein funktionierendes Gesundheits- bzw. Sozialversicherungsnetz bemühen, war ein Meilenstein amerikanischer Sozialpolitik. Große Achtung verdient Obama dafür, dass seine Präsidentschaft ohne jegliche Skandale ausgekommen ist. Das hebt ihn positiv von all seinen Amtsvorgänger der letzten Jahre ab.

Die Bilanz daher: Bemüht und durchwachsen.

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