Budapest darf nicht Wien werden. Die wahren Worten des ungarischen Ministers!

Der ungarische Kanzleramtsminister Janos Lazar erdreistet sich, die entstehenden Ghettobezirke – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Glasscherbenviertel genannt – des rot/grünen Wien plastisch vor Ort in einem Facebook-Video zu kritisieren. Was folgt? Richtig gedacht: Eine Welle der gekünstelten Empörung. Das mittlerweile für seine Katzenbilder bekannte Catbook – vormals Facebook – löscht den Beitrag des ungarischen Kritikers umgehend. Die im feinen Hietzing oder Döbling wohnenden Lordsiegelbewahrer des politischen Stillstands in Wien samt ihrer noblen Entourage auf Twitter rücken aus, um den Eindringling aus Budapest zurecht zu weisen. Und irgendwie denke ich mir dieser Tage: so unrecht hat der Herr ja nicht. Wem eine Reise nach Istanbul zu beschwerlich ist, der fährt halt mit der U-Bahn binnen weniger Minuten nach Favoriten, nach Ottakring oder nach Fünfhaus. Überhaupt hat Wien nur Vorteile. Man erspart sich jede Weltreise nach Kabul, Ankara oder Islamabad. Man hat in Wien alles vor Ort, inklusive der importierten Konflikte! Wo einst die Walzerseligkeit der Donaumetropole in der Luft lag, hören wir heute andächtig den Ruf des Muezzin. Wo einst Hans Moser am Wein biss und nuschelnd sang, gibt’s heute Kamelmilch. Und Wien hat vor allem 13 Prozent Arbeitslose, Budapest hingegen liegt unter 4 Prozent. Zusammenfassend: Michael Häupl und Maria Vassilakou haben das gescheiterte Werk von Kara Mustafa Pascha seiner erfolgreichen Vollendung zugeführt. Insofern habe ich für den Slogan von Orbans Partei „Budapest darf nicht Wien werden“ vollstes Verständnis.

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