Das Elend der österreichischen Oppositionsparteien

Im Wissen um den elenden Zustand der Oppositionsparteien in Österreich könnten sich Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache doch endlich erkenntlich zeigen und jeden Tag eine Seelenmesse lesen lassen, oder noch besser, jeden Tag aus Dankbarkeit auf nackten Knien nach Mariazell rutschen. Das wäre nur würdig und recht.
Seit der Wahl am 15. Oktober vorigen Jahres – also seit mehr als 6 Monaten – befindet sich die gesammelte Opposition in einem noch nie dagewesenen Selbstfindungstrip, abseits des staunenden Wählerpublikums. Günstiger für uns Steuerzahler wäre es auf jeden Fall gewesen, wenn Kern und Co einfach eine Ayurveda-Kur in Indien auf Selbstzahlerbasis gebucht hätten. Aber nun zurück zum Selbstfindungsprozess. Laut Wikipedia beschreibt er einen in der Pubertät beginnenden Prozess, durch den man versucht, sich in seinen Eigenheiten und Zielen zu definieren, vor allem in Abgrenzung zur Gesellschaft.
Ich würde sagen, das mit der Abgrenzung von der Gesellschaft hat bei SPÖ, Liste Pilz und Neos im Hinblick auf deren desaströse Umfragen schon ganz gut funktioniert. Die Loslösung von der politischen Pubertät hingegen dürfte sich schwieriger gestalten als gedacht. Da wäre einmal das verhärmte Prinzess’chen Erbse, der sich im rhetorischen Schmollwinkel befindliche Kurzzeit-Kanzler Christian Kern, dem man sein Spielzeug im Sandkasten entrissen hat. Statt Politik zu machen, träumt er – von sichtlichem Selbstmitleid zerfressen – von den alten Tagen im prachtvollen Kanzleramt, mehr als wenige Tage waren es ja dann doch nicht. Dicht gefolgt von Peter – Gierfinger – Pilz, dessen Partei binnen Monaten einem Trümmerhaufen gleicht. Hätte sich der gute alte Giftpilz in Alpbach doch bei Wein, Weib und Gesang ein wenig zurückgehalten. Aber wie gesagt: pubertär. Und dann wären da noch die NEOS. Statt dem zurückgetretenen Bäumeumarmer Matthias Strolz, rückt jetzt die pinke Version von Eva Glawischnig nach. Irmgard Griss soll übrigens als Jugendkandidatin aufgebaut werden.
Liebe Leute auf den Hinterbänken unseres Parlaments: Es wird langsam Zeit, dass Ihr Schmalspurkomödianten endlich in die Gänge kommt. Das Zwischenspiel von Regierung und Opposition ist für die Demokratie unerlässlich. Und billiges Kabarett gibt’s bei Österreichs sogenannten Staatskünstlern günstiger!

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