Das Urteil von Graz und wie dem Recht Genüge getan wurde.

Das Urteil von Graz hat dem Strafrecht in vollem Ausmaß Genüge getan. Der Amokfahrer und mehrfache Mörder Alen R. ist schuldig des Mordes, des mehrfachen Mordversuches und der mehrfachen schweren Körperverletzung. Als „Watsche“ ins Gesicht der Staatsanwaltschaft und einiger Gerichtsgutachter kann gewertet werden, dass die Geschworenen den Täter in vollem Umfang als zurechnungsfähig eingestuft haben. Damit ist die psychiatrische Schmierenkomödie der Justiz ein für alle Mal zusammen gebrochen. Zudem wird er als besonders gefährlich eingestuft und in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Diese Kreatur verlässt selbst nach Ablauf seiner Haftstraße die Justizanstalten unseres Landes nicht mehr, er wird tatsächlich lebenslänglich in Sicherungsverwahrung genommen. Dem Recht wurde Genüge getan, der Gerechtigkeit nicht. Denn die Opfer dieser Tat werden niemals mehr zu ihren Familien zurückkehren, die Verletzten werden ihre körperlichen Schäden ein Leben lang spüren. Aber mit diesem Urteil haben die Geschworenen immerhin das Vertrauen in die unabhängige Gerichtsbarkeit – streng von der Staatsanwaltschaft zu trennen – gestärkt. Die Wunden der Angehörigen der Opfer werden niemals heilen aber die Wunden einer ganzen Stadt können nun heilen und dieses tragische Kapitel abgeschlossen werden.

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