Der Karst um Triest – immer einen Ausflug wert

Es gibt wohl kaum eine Stadt, die europäischer ist als Triest. Österreichische Einflüsse in der Architektur treffen auf italienische Mentalität und slowenische Küche. Triest ist der kulturelle Schmelztiegel mehrerer Nationen und ihrer Geschichte, nirgendwo spürt man das mehr, als in der sogenannten Stadt der Winde. Gerade in der Zeit zwischen August und November ist Triest und vor allem seine Umgebung einen Ausflug wert.

Nun möchte ich Euch nach den Reisetipps über Istrien dieses Karstgebiet rund um Triest näher bringen.

Zum Wein: Die Karstweine Refosco, Terrano und Vitovska verkörpern den Karst, den steinigen Boden, die Bora und die Sonne. Natürlich keltert man in der Region auch herrliche Malvazija und nicht zuletzt der berühmte Prosecco aus autochthonen Glera-Trauben trinkt sich am besten im gleichnamigen Ort oberhalb von Triest. Um diese autochthonen Sorten zu verstehen, ist der Genuss von mindestens einer Flasche unerlässlich.

Eine gute Adresse für die Weine der Region ist der junge Devan Sancin. Auf den Hügeln des Monte D’oro gibt’s beste Weine und reichlich Olivenöl in bester Qualität. Neben dem speziellen Buga-Olivenöl ist Devan Sancin auch für seinen Glera-Spumante bekannt. http://www.sancin.com/

Die mittlerweile über ihre Grenzen hinaus berühmten Weinbauern sind Edi Kante, Danilo Lupinc www.lupinc.it, Zidarich www.zidarich.it oder Skerk www.skerk.com oberhalb von Duino in Prepotto. Sie sind nicht nur bekannt sondern auch entsprechend überlaufen.

Ein absoluter Geheimtipp hingegen ist der kleine Weinbauer Marko Fon. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern bewirtschaftet er einen kleinen Hof im slowenischen Teil des Karst, Brje pri Komnu 12, in 6223 Komen. Er ist „der junge Wilde“ unter den Vitovska-, Terran- und Malvazija-Weinbauern. Ein Besuch an seinem Hof lohnt sich. Neben den Weinen ist der eigene Prosciutto seine große Leidenschaft. http://www.vinogradifon.com/

Ein weiterer Geheimtipp ist Marko Tavcar, ebenso im slowenischen Teil des Karstes. Seine Cuvee Pietra muss man probiert haben und man wird diese Weine wirklich verstehen. Man findet ihn in Kreplje auf dem Weg nach Dutolvje, wenige Kilometer nach der italienisch/slowenischen Grenze im Hinterland von Triest. Wenn man Glück hat, kocht er mit seiner Frau auch auf.

Einen Großteil der Karstweine kann man auch direkt in Triest verkosten, die Gran Malabar auf der Piazza San Giovanni ist die wohlsortierteste Weinbar von Triest.

Zum Essen: Natürlich bietet Triest großartige Restaurants, doch sind die kleinen familiär geführten Lokale, die Osmizzen, Agri- und Pescaturismos rund um Triest kulinarisch um Einiges interessanter. Erste Adresse im Karst ist die Agriturismo Milic. Nebst herrlichen Karstgerichten gibt es dort einen wunderbaren Strudel vulgo Gibanica.
http://www.agriturismomilic.it/

Wer sich Gerichte aus frischestem Fisch und Muscheln aus eigener Zucht gönnen möchte, ist am besten bei Al Pescaturismo im Villaggio del Pescatore 83, I-34013 Duino Aurisina, Friaul aufgehoben. http://www.alpescaturismo.it/
Ausschließlich eigene Produkte landen bei Bajta in Sgonico/Sales auf dem Teller. Wer jemals Bajtas Prosciutto probiert hat, wird die Industrieprodukte aus San Daniele in Zukunft meiden. Nebst einer bodenständigen Osmizze betreibt Bajta auch eine Fleischerei und vermietet gleich daneben günstige Zimmer. http://www.bajta.it/

Natürlich darf man bei einem Triest Besuch das Buffet Da Pepi nicht vergessen. Hier zelebriert man das Hochamt der Fleischeslust. Gesottene Fleischspezialitäten mit Kren und frischen Semmeln und dazu einem Bier verleiten zu einem italienischen Frühschoppen http://www.buffetdapepi.it/

Das wären genügend Tipps für ein schönes Wochenende im Karst.
Bis bald,
Euer Gerald Grosz

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