Die Türkei-Wahlen sind geschlagen, die Erdoganisten haben ihre Diktatur!

Die Türkei-Wahlen sind geschlagen und Ihr in Österreich und Deutschland aufhältigen Erdoganisten seid also den Spuren der großartigen Leitfiguren erfolgloser Integrationspolitik Özil und Gündogan gefolgt und habt „Euren Präsidenten“ Erdogan zum alleinregierenden Staats- und Regierungschef gewählt.
In aufgeklärten und liberalen Demokratien zu leben und fern der eigentlichen Heimat – „im warmen Stübchen“ also – einen Diktator aufs Schild zu heben ist legitim, genauso legitim und demokratisch ist es aber auch eindeutig festzustellen, dass Ihr radikalisierten Erdogan-Anhänger kraft Eurer Wahl und der damit dokumentierten Einstellung keinen Platz in unserer aufgeklärten Gesellschaft habt.
Denn es wäre ja widersinnig, spricht gegen jede Logik, einerseits den Schutz und die Sicherheit von gefestigten Demokratien zu genießen und andererseits Euer gelobtes Land am Bosporus in die autokratische Eiszeit zu wählen. Es wäre ja zutiefst schamlos, paradox und undankbar, sämtliche auf Basis eben dieser Demokratien errungenen Freiheiten und Leistungen zu genießen, also unsere liberale Gesellschaftsordnung auszunutzen und trotzdem für eine Diktatur zu votieren. Daher, Pflichtübung „Integrationstest demokratische Reife“: nicht genügend, gescheitert!
Denn meine lieben Erdoganisten: Was ist Integration? Das ist doch hier die Gretchenfrage. Integration ist die Teilhabe am Staatssystem, an der Rechtsordnung, an der Sprache, an der Kultur, an der Identität jenes Landes, in dem man leben will. Die DNA Europas ist nach den entsetzlichen Wirren des vorigen Jahrhunderts nun die Demokratie. Und es ist daher für uns unerträglich, nicht duldbar und es verträgt sich auch nicht mit unserer Rechts- und Grundordnung, dass auf dem Boden freier Länder eine Stimme für einen faschistischen Despoten abgegeben wird.
Die Türkei-Wahlen sind geschlagen. Unter zweifelhaften Umständen bei denen das Wahlergebnis schon Tage vor der Wahl durch die Staatsmedien fälschlicherweise verkündet wurde, hat sich Erdogan als Alleinherrscher an der Spitze seines Staates einzementiert. Das ist nicht unser Problem, das ist der historische Mühlstein der Türken. Unser Problem hingegen ist es, dass sich in unseren Ländern Parallelgesellschaften gebildet haben, deren Mitglieder zutiefst demokratie- und verfassungsfeindlich agieren! Und diese sollen dorthin zurückkehren, wo der Pfeffer wächst!

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