Eine Lanze für die EU und gegen den BREXIT

Natürlich unterliegt die EU schweren Fehlentwicklungen. Ich erinnere nur zu gern an den ESM oder die Griechenland-Hilfe oder auch an die EU-Außenpolitik im Zusammenhang mit dem sogenannten „Arabischen Frühling“. Nicht zuletzt die nicht vorhandene Flüchtlingspolitik treibt den Bürgerinnen und Bürgern der Mitgliedsstaaten die Zornesröte ins Gesicht. Aber eines ist auch klar: diese falsche Politik im Namen der EU betreiben nicht genetisch geborene EU’ler aus Brüssel sondern jene Politiker, die von den Nationalstaaten entsendet werden. Nicht die unter „Brüssel“ firmierende EU ist für dieses europäische Desaster verantwortlich sondern jene Politiker der Nationalstaaten, welche den europäischen Grundgedanken am grünen Tisch in Brüssel pervertieren. Die EU ist also der personifizierte Ausdruck der Schwäche der nationalstaatlichen Regierungen. Je schwächer eine Regierung in Berlin, London oder Wien auftritt umso größer sind die Vorwürfe Richtung Brüssel. Dabei ist die Grundidee der Europäischen Vereinigung – dauerhafter Friede auf dem Weltkriegskontinent Europa – eine der größten intellektuellen Meisterleistungen unseres Jahrtausends. Konrad Adenauer oder Charles de Gaulle haben Weltkriege, Gewalt, Vernichtung hautnah miterlebt, diese Erlebnisse wollten sie allen nachfolgenden Generationen ersparen. Daher ist es gerade im Interesse eines so sensiblen Kontinents wie Europa lebensnotwendig, dass diese Europäische Union trotz ihrer Fehlentwicklungen erhalten bleibt. Und neben den Deutschen und Franzosen sind es auch die Briten, welche die Pfeiler des Friedensprojektes abbilden. Daher hoffe ich inständig, dass die Briten ein klares Votum für Europa abgeben. Ein Brexit wäre mittelfristig das Ende der EU und damit auch das Ende des dauerhaften Friedens auf unserem Kontinent. Und ja, mir bereiten ein paar Glühbirnenverordnungen oder Gurkenkrümmungsgesetze weniger schlaflose Nächste als nationalstaatliche Auseinandersetzungen, welche am Ende in Gewalt münden.

 

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