Gedanken zum österreichischen Nationalfeiertag.

Heute ist Nationalfeiertag, der Tag an dem das österreichische Parlament das Bundesverfassungsgesetz über die Neutralität beschloss. Aber ist es zeitgemäß eine Neutralität zu feiern, die es zwar noch de jure aber de facto nicht mehr gibt? Jene Neutralität, die wir wie eine Mozartkugel vor uns hertragen, aber selbst wissen, dass sie längst aufgeweicht und am Altar der Globalisierung geopfert ist. Und dennoch feiere ich voller Stolz den heutigen Tag, den Tag der Österreicher, den großen Tag unseres großen Landes, den Tag der großen Frauen und Männer unserer Geschichte. Jene Persönlichkeiten, die mit ihrem Geist dieses gute Land geformt haben und uns heute noch inspirieren.

Ich feiere heute Kaiser Maximilian, Kaiserin Maria Theresia und einen Erzherzog Johann, ich feiere heute Wolfgang Amadeus Mozart, Anton Bruckner, Johann Strauss und Franz Schubert, Gustav Klimt und Egon Schiele. Ich feiere heute Sigmund Freud und Sir Karl Popper. Ich bin stolz auf Klaus Maria Brandauer, Helmut Qualtinger, Romy Schneider, Arnold Schwarzengger und freue mich, dass diese endlose Liste großartiger Schauspieler mit Christoph Waltz auch in der Gegenwart eine Fortsetzung findet. Ich feiere heute Nobelpreisträger wie Bertha von Suttner und Konrad Lorenz. Ich feiere heute politische Ausnahmetalente der Nachkriegszeit wie Bruno Kreisky und Jörg Haider. Ich feiere heute ein großartiges Land mit einer großartigen Geschichte, die tief im christlich-jüdischen Fundament der Jahrhunderte fußt. Jahrhunderte im Herzen der stolzen Habsburgermonarchie den Ton im damaligen Europa angebend, die Wirren zweier fürchterlicher Weltkriege er- und überlebt, auferstanden aus den Ruinen und zu einem modernen Staat gebildet.

Wir können stolz sein auf unsere Geschichte, auf die Gegenwart und mit Mut in die Zukunft blicken. Wir können stolze Patrioten sein und dies auch am heutigen Tag einmal mehr zeigen.

Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe! Schönen Nationalfeiertag!

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