Herr Kern, einige Tipps angesichts Ihrer potscherten Oppositionsarbeit!

Herr Kern, eigentlich wollte ich mich ja herzhaft über Ihre potschertes Leben, also Ihre semiprofessionelle Oppositionsrolle auslassen, aber Achtung: Nekrophilie ist in Österreich verboten. Denn an einem politisch Scheintoten wie Ihnen „vergreift“ sich ja nicht einmal mehr ein Peter Pilz.
Aber im Hinblick auf den 1. Mai, sie tönten zuletzt: „Unsere Tage werden noch kommen“ und stellen damit einem verschreckten Publikum in Aussicht, die größte Auferstehung nach Lazarus zu feiern. Und nachdem es sich damit bei der Sozialdemokratie nicht mehr um eine herkömmliche politische Partei sondern wohl eher um eine religiöse Bekenntnis- und Auferstehungsgemeinschaft handelt, darf ich Ihnen wohlmeinend einige Glaubensgrundsätze mit auf den Weg geben:
Die Regierungsspitzen als sich selbst stützende Betrunkene zu schimpfen ist nur dann sinnvoll, wenn die eigene Funktionärsstruktur trocken wäre. Nachdem aber ein waschechter Sozi ohne das Sechsertragerl Ottakringer in der Früh nicht einmal in die Gänge kommen würde und auch Wiens designierter Altbürgermeister Häupl der Schutzpatron aller Tschecheranten ist, war diese unbedachte Äußerung wohl eher ein Schuss ins eigene Knie.
Kürzlich flogen Sie auf Regimentskosten nach Berlin um sich mit der Bronzestatue von Willy Brandt fotografieren zu lassen. Abgesehen davon, dass sich die fix montierte Statue vor Ihrer Euphorie nicht wehren konnte und das verunglückte Foto wohl eher an eine Pizzalieferung erinnert, wäre es sinnvoller, Sie besuchten endlich österreichische Betriebe und ihre Arbeitnehmer. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Alfred Gusenbauer und vergessen Sie dabei nicht die Radlerhosen. Aber nicht seine, kaufen Sie sich bittschön eine neue.
Unlängst scheiterten Sie mit einem einfachen Antrag im Nationalrat wegen peinlicher Formalfehler. Mein Tipp: Lassen Sie sich Ihre Anträge von Mitarbeitern schreiben, die drei wesentliche Dinge beherzigen und beherrschen: die deutsche Sprache, die Grammatik und das österreichische Geschäftsordnungsgesetz des Nationalrates. Auch Oppositionsarbeit will gelernt sein, das ist ein goldenes Handwerk und sollten Sie daher nicht politischen Pfuschern und Schwarzarbeitern überlassen.
Alles in Allem: auch ich glaube, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann und irgendwo auch aus Ihnen mal etwas wird. Denn bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

Teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.