Mein Beitrag zu #metoo oder wie ich selbst zum Täter wurde.

Die persönliche Integrität eines jeden Menschen ist unantastbar und unteilbar, unabhängig wer die Würde einer Frau auch immer verletzt. Zurecht verurteilen wir Übergriffe aller Art auf Frauen von sogenannten „kulturfremden Bereicherern“ unserer Gesellschaft und fordern höchste und härteste Strafen für die Täter. Zurecht wehren wir uns dagegen, dass mit der Zunahme von Menschen mittelalterlicher Kulturen in unseren Breitengraden – vulgo unkontrollierte Zuwanderung – die Straftaten der sexuellen Belästigung und der Vergewaltigungen explodieren. Und ja, wir kapitulieren mittlerweile vor diesen Sextätern, wenn uns selbst Frauen in der Politik mitteilen, dass deren Geschlechtsgenossinnen von den Tätern eine „Armlänge Abstand“ zu halten haben. Und wer mit mir übereinstimmt, dass wir den Tätern von Köln und all ihren Trittbrettfahrern in europäischen Städten mit aller Härte begegnen müssen, stimmt mit mir auch dann überein, dass der Weg zu einem Herrn Weinstein und einem Herrn Pilz nur ein sehr kurzer ist. Wenn wir uns richtigerweise über die Übergriffe der vergangen Jahre im Zuge der Migrationskrise lautstark zur Wehr setzen, dann müssen wir auch zu alten, eitlen Grapschern, die ihre berufliche Stellung ausnutzen ein klares Nein sagen. Was aber nicht passieren darf ist auch klar: Vorverurteilungen desselben mittelalterlichen Prinzips, welches wir scharf kritisieren! Nicht jeder Mann, der flirtet ist ein Vergewaltiger. Nicht jede noch so billige Anmache ist eine sexuelle Belästigung. Und nicht jeder in den Medien an den Pranger gestellte Sexist ist auch wirklich schuldig! Ich selbst wurde im Jahr 2001 als Ministersekretär des damaligen Frauenministers wegen sexueller Belästigung einer Mitarbeiterin bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft angezeigt. Ich stand binnen weniger Stunden vor meinem beruflichen Ende, vor dem Abgrund meiner Existenz. Jene, die diese dann in sich zusammenbrechende Lüge und Intrige geschaffen haben, wussten zum damaligen Zeitpunkt aber nicht, dass ich mich in meinem Leben nie für Frauen –zumindest sexuell – interessiert habe. Was passierte: das sogenannte „Opfer“ gestand unter Tränen, dass sie zu diesen Behauptungen von politischen Mitbewerbern – übrigens von Sympathisanten des eigenen Koalitionspartners – angestiftet wurde. Was lernen wir daraus: Diese jetzt aufkeimende Kampagne dient auch dazu, alte Rechnungen zu begleichen. Sie dient auch dazu, über das Ziel hinaus zu schießen und unser Zusammenleben puritanischer zu gestalten, als es ohnedies schon ist. Und ja, die Keule der sexuellen Belästigung wird auch inszeniert geschwungen, wenn man sich unliebsamer Mitmenschen entledigen will. Die Welt ist eben nicht schwarz oder weiß, sie ist auch grau!

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