Schuldenschnitt für Griechenland

Dieser Tage entscheidet sich die griechische Tragödie, wieder einmal! Für gelernte Zuseher erstaunlich, zumal sich das Schicksal dieses Landes nicht über Jahre sondern Jahrzehnte – seit dem Beitritt Griechenlands zur EWG/EG/EU in den 80er Jahren – hinzieht. Um die Lehren aus dieser Situation zu ziehen ist es wichtig, aus der Vergangenheit zu lernen. Griechenland hätte niemals in die Währungsunion aufgenommen werden dürfen, der Beitritt wurde mit gefälschten Zahlen über den Staatshaushalt erschlichen, war ökonomisch Lichtjahre von einer Beitrittsfähigkeit entfernt. Bereits im Rahmen der Beitrittsdiskussion Österreichs zur EU in den 90iger Jahren haben politische Kräfte öffentlich davor gewarnt, dass am Ende „österreichisches Steuergeld für das korrupte griechische System“ herhalten wird müssen. Heute so zu tun, als habe man von alledem nichts gewusst, ist kriminell! Den Gipfel der kriminellen Handlungen im Zusammenhang mit Griechenland stellen aber die unverantwortlichen Haftungen und Geldspritzen mit den mittlerweile unüberschaubaren Abkürzungen EFSF, EMS oder IWF-Hilfen dar.
Faktum ist, sämtliche Haftungen und Kredite der letzten Jahre durch die Mitgliedsstaaten der EU oder den Internationalen Währungsfons, sämtliche Milliarden-Spritzen an dieses Land stellen de facto den Tatbestand der Konkursverschleppung dar. Kein einziger Cent dieser virtuellen Summen ist beim „kleinen Griechen“ angekommen. Mit unserem Steuergeld wurde ein korruptes System aus Banken und Spekulanten über Wasser gehalten, die unüberschaubaren griechischen Schulden gegenüber ihren Geldgebern ausschließlich verstaatlicht und auf alle Europäer fein und säuberlich aufgeteilt. Was ist also zu tun? Es sind jene Maßnahmen zu treffen, die man bereits vor Jahren hätte treffen müssen: Sofortiger Ausschluss oder Austritt aus der Währungsunion bei gleichzeitigem Schuldenschnitt für Griechenland. Nur so kann man dieses Land mittel- und langfristig wirtschaftlich stabilisieren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.