Zu Putins Hochzeitsbesuch bei Außenministerin Karin Kneissl

Liebe Frau Außenministerin Kneissl,
von Herzen wünsche ich Ihnen und Ihrem Ehemann alles Gute zur Hochzeit und eine glückliche Zukunft in liebevoller Partnerschaft. Und nun zu des Pudels Kern der hysterischen Aufregung in Österreich, zu den weniger schmeichelhaften Hochzeitswünschen der Berufskrakeeler: Sie luden also den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin zum Fest.
Der kam auch in die Südsteiermark und stärkte sich, bevor er die zweifelhafte Ehre hatte, Spreewaldgurken Angela in Deutschland zu besuchen.
Das letzte Versatzstück der hiesigen GrünInnen in Mandatsehre forderte Sie sogar zum Rücktritt auf. Die Roten – deren ehemaliger Vorsitzender Gusenbauer zu Zeiten des Sowjet-Regimes den Moskauer Boden küsste – tobten. Genau diese aus dem letzten Loch pfeifenden Sozialisten, die in Wien eine Bronzebüste für den Terroristen und Massenmörder Fidel Castro aufstellten, deren Säulenheiliger Heinz Fischer Mitglied der nordkoreanischen Freundschaftsgruppe war, kritisieren Sie deftig. Bemerkenswert die Kritik des roten Altkanzlers Franz Vranitzky, der noch vor dem Mauerfall seinen Hofknicks vor Diktator Erich Honecker in Berlin machte.
Und auch der Herz-Jesu-Kommunist aus den Reihen des Koalitionspartners ÖVP, Othmar Karas, dessen Schwiegervater Kurt Waldheim beispielsweise noch zu Marschall Tito oder zu Saddam Hussein geeilt war, findet sich im Chor der doppelbödigen Moralisten.
Und die Journaille, die zwischen Bagdad, Tripolis und der DDR jedes Despotenbuffet leergefressen hat, auf Steuerzahlerkosten durch die Weltgeschichte reist, neidet Ihnen und Ihrem Freund Wladimir das südsteirische Backhenderl.
Frau Kneissl! Ich gratuliere Ihnen zu diesem Coup, mit dem Sie die sinn- und wirkungslosen Sanktionen gegen Russland endlich ad absurdum führen. Österreich macht erstmals wieder eine eigenständige, eine vernünftige Außenpolitik und zeigt, dass wir nicht mehr der unterworfene, nützliche Idiot der Nato-Interessen in Europa sind.

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